Auf Durchreise

Veröffentlicht am 11. Februar 2024 um 06:00
HADB Cover 3

 

Der heutige Bibelvers hat, es, für mich persönlich ehrlich gesagt in sich.

In Hebräer 13.14 ist die Rede von einer Durchreise hier auf Erden. Wir sind auf der Suche nach unserem wahren zu Hause, bei Gott. 

Quasi ein inneres intuitives Wissen, dass hier, wo wir jetzt leben, nichts bleiben wird und wir uns somit als Christen nicht wirklich wohlfühlen. Unser wahres Heim ist durch die Annahme Jesu gar nicht mehr auf Erden, da steigt natürlich auch die Sehnsucht. 

 

Und genau diese Sehnsucht kann sehr stark werden, insbesondere, wenn wir keine Aussicht auf Veränderung sehen können.

Denke ich an meine von Jahrelanger geplagtem Heimweh Internatszeit zurück, kam es mir zwar auch sehr stockend vor, jedoch wusste ich, dass es frühestens nach meinem Hauptschluss vorbei sein würde. Die Sache war also absehbar. Inzwischen wieder bei meiner Familie und Heimatstadt angekommen, türmt sich mir ein anderes Bild auf. Diesmal gibt es wirklich keinen Endpunkt, so scheint es zumindest. Und das, obwohl ich in den vergangenen ca. 25 Jahren mein Leben eher verfinsterte. Mir bleibt hier also erst einmal das Beste aus allem zu machen, auf Gott zu vertrauen, wachsam auf sein Wirken und die offene Tür (die sich einstellen möge) zu warten. Das Ende diesmal ist nicht in Sicht. Ich harre somit darauf, dass Jesus wiederkommen oder er mich durch mein Ableben zu sich holt. Was wann geschehen wird, weiß ich nicht. Aber es macht mir doch Mut und schenkt mir Durchhaltevermögen. 

 

Wer weiß, was noch kommt?

Geht es Dir vielleicht ähnlich? Du sehnst Dich so sehr nach Veränderung im Sinne Gottes und es scheint sich nix zu tun? Ermutigende Verse scheinen zu einer Mammutherausforderung des Glaubens zu werden. 

Doch ganz heimlich, still und leise meldet sich dann doch der Heilige Geist. Macht bewusst, dass, solange wir hier bleiben sollen, es noch etwas gibt, was wir nicht sehen können. Vertrauen ist angesagt. Sowie die biblische Gewissheit, dass eben dieses Gefühl auch daher rührt, dass wir noch nicht an unserem wahren Heimatort sind. Gott versteht uns, darauf dürfen wir bauen. Wir sind eben nur auf der Durchreise und werden wahrscheinlich irgendwann zurückblicken und darüber schmunzeln, weil sich eben alles wie ein Hauch im Nachgang anfühlt bzw. entpuppt. 

 

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