Stein

Vulkan voller Lava und seine Auswüchse

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Manches mal muss man tatsächlich anderen Leuten dankbar für ihre Macken sein. Sie bieten einem irgendwann genügend Stoff, um darüber schreiben zu können. Eigentlich nicht die feine englische Art, aber das verfügen über die eigenen Hirnwindungen und deren daraus resultierenden Gedanken haben wir schließlich alle.

So brodelte der Vulkan, wie oft, auch wieder in der letzten Nacht. Heimkehrend kurz nach 22 Uhr ertönte schon das Brodelgeräusch im ganzen Haus. Mir schwamte schon übles, vor allem aber mal wieder eine unruhige Nacht. Um genau zu sein schallte das „Ave Maria“ durch Flure und Decken, welches sich später in etwas Heavy Metal und schließlich in irgendein Gequatsche von Radio oder Fernsehen überging.

Vermutlich wird sich der Vulkan, ebenfalls wie so oft, selbst mit Lava versorgt haben, um daraufhin seine Nachbarschaft des Nachtschlafes zu bringen. Vermuten heißt aber nicht wissen. Fakt ist jedoch, dass wenn das Lava einmal angefangen hat zu wirken und der Berg beginnt zu spritzen, dass kein herankommen von großem Sinn erfüllt sein wird. Zu groß wären die Auswüchse von diesem redlich erschlagen zu werden.

Bereits vor Eintritt seiner Vulkanität in die obigen Gefilde des Hauses war er sich dessen bewusst und kündigte seine Aggressivität in jenem Zustand an. Ansprache in solcherlei Situationen mitunter tödlich.

Nun behält sich das Ganze auch noch so, dass alles immer eine Frage der eigenen Auffassungsfähigkeit ist. Während umkreisende kleinere Gipfel einen nur belächeln, weil sie das Brodeln aus geografischen Gründen nicht miterleben können, kann der Einzelne direkt unterliegende Minifelsen schon mal aus seinem Gestein auswachsen.

Fragen über ein Überempfinden oder Kleinkariert schießen dabei einem durch den Kopf. In Gedanken steht man zunächst vor der Vulkantür, um diese mit festem Tritt zu durchbrechen, dem Lava überfluteten eins überzuziehen, danach wieder von Dannen zu verschwinden, um letztlich seinen eigenen Frieden zu finden.

Kaum dieses Szenario zu Ende gedacht gehen die Windungen des Gedächtnisses in eine nächste Runde. Der Minifels wird sich gewahr, dass Gewalt niemals mit demselben besänftigen lassen wird und zieht somit folgendes als nächstes in Betracht:

Vor der Vulkantür sitzend und wartend mit Wattebauschen bewaffnet, bis das Tor zur Gefahrenquelle sich öffnet, um dann wie Winnetouch aus „Der Schuh des Manitu“ kräftig damit abzufeuern. Tut nicht weh und verfehlt vielleicht dennoch nicht seine Wirkung.

Mist, keine Wattebauschen zur Hand und das durchzechen mit warten einer Nacht voller Ungewissheit schienen dann doch nicht so angebracht. Eine weitere eventuelle Lösung muss also her. So fand der Minifels sich im Baumarkt vor, bepackt mit tausend Säcken voller Beton. Mit diesen sollen die dünnen aus Rigipsplatten und mit Zeitungspapier gefüllten Wände zu gekleistert werden.
Das müssten sogar zwei linke Hände hinbekommen, der Schönheit wegen werden alle Daumen und Zehen sowie auch alle Augen zugedrückt. Die Trocknungsphase nimmt zwar ein wenig Zeit in Anspruch, aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Des Nachts an Beton zu gelangen stellt sich allerdings ebenfalls als Niete heraus. Außerdem müsste der Minifels sich einer Standpauke vom Mächtigsten der Mächtigen unterziehen und sich sowieso danach eine neue Bleibe suchen.

Doch die Toleranz scheint noch einmal zu siegen und die heimische flauschige Decke dient als zusätzlichen Schutz vor den sprühenden Funken.

Völlig Platt wie ein Schnitzel geht es schließlich in den neuen Tag. Zunächst mit Krückstock bewaffnet werden die wichtigsten Aufgaben erfüllt und daraufhin das Netz durchforstet. Der Kopf schwer wie Blei, oder wie ein Stein eben, wird der Minifels sogleich fündig. Doch seine Aussichten scheinen weiterhin getrübt.

Aussage gegen Aussage wäre die Folge des gesamten Unterfangens. Auch die Beweisführung ließe sich nur durch stetiges an der Vulkantür klebend, wenn überhaupt, aufzeichnen. Zum Eigenschutz bedient sich das Felschen an seinen Acrylfarben, malt mit diesen sich sein neues Kleid aus kleinen bunten Karos und harrt der Dinge die da kommen mögen.

Oder auch nicht! Denn auf der anderen Straßenseite wartet unter Umständen bereits eine Lok, welche dem Minifels gut einpacken und in neue Abenteuer schicken könnte. Vielleicht sogar hinaus in die Natur, wie Neandertaler zu früheren Zeiten in Höhlen wohnend, oder mit Zelt und Schlafsack auf einer blühende Wiese campend. Bewundernd betrachtend die Sterne in einer klaren Nacht, Selbstversorgung aus dem umliegenden Gebieten. Nicht unbedingt immer Lecker, aber die Ruhe dabei macht alles wett.

Alles was letztlich bleibt, ist die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander und Toleranz zueinander gepaart mit dem Wunder, dass doch irgendwann entweder der Vulkan weiterziehen wird, oder der Minifels sich eine neue friedliche Bleibe ausgesucht hat.

Macken hin oder her, sind wir nicht alle etwas Bluna? Zumindest besagt dies ein Spot aus vergangenen Tagen. Wird vielleicht also auch einmal Zeit mich und meine angeborenen sowie erworbenen Macken mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bis es allerdings soweit ist, wünsche ich dem Minifels bei seinen Abenteuern stetig gutes gelingen.

 

 

Lavafrei aber kleinkariert geht es auf Facebook zu.

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