Kniefall vor dem Osterhasen

Als Kind war man immer froh sobald ein Feiertag und die Ferien anstanden. Auch meine ich mich daran erinnern zu können, dass Mama und Papa einst ebenso froh über die freien Zeiten waren wie ihre Kids. Irgendwie schien sich das verändert zu haben. Sehr oft höre ich im Laufe eines solchen Feiertages wie langweilig es doch sei, der Fernseher eh nix gescheites bringt und einem der Allerwerteste vom sitzen weh tut. Ausnahmen bilden lediglich all jene Tage, an denen etwas los ist, wie z.B. Ostern, sofern man dies mit seiner Familie zelebriert. Hier kann es eher schnell in die andere Richtung des Stresses ausarten. Wie gesagt, sehr kurios, wenn man mal davon absieht, dass gerade dann etwas passiert und man zum Notdienst muss, oder scheinbar wichtige Lebensmittel ausgehen und kein Laden geöffnet hat. Kurzum, wir scheinen alle sehr Arbeitswütig geworden zu sein, oder die heutige Gesellschaft treibt uns so sehr in die Arbeitswut, dass manch einer vergisst, was Freizeit eigentlich bedeutet.

Aber darum soll es hier heute nicht gehen, denn ich hatte von allem etwas und somit einen super Ausgleich. Während ich mir zu Ostern eine Pause vom Alltag gönnte, war ich schließlich Fit für den Ostersonntag. Die vier Körbchen gefüllt mit lauter Leckereien fanden sich schließlich im Backofen, hinter dem Laufband, Kleiderschrank sowie im Bücherschrank wider. Die Kids happy mit Schokomund. Meine letztwöchige These, dass die Inhalte mehr Aufmerksamkeit als die selbst geflochtenen Körbchen wären, ging zu 100 % auf.

Bei so einem Tag mit Schock, Erdbeerkuchen und Nussschnecken sind Spaziergänge unabdingbar. Insbesondere sobald viel kleine bis mittelgroße Kinderbeine mit an Bord sind. Lauf- und Fahrrad sowie der Fußball müssen selbstverständlich weiter strapaziert werden und das Wetter bot sich auch an. Wobei es völlig schnurzpiepegal ist ob Wolken, Sonne, Schnee oder Regen, die Kleidung ist entscheidend.

Richtig cool ging es auf der Skateboardbahn zu, denn auch ohne Board lassen sich die Anhöhen und Schanzen wunderbar fürs Fahrrad und den Fußball missbrauchen. Zugegeben bei mir hielten sie hin und wieder auch als Sitzgelegenheiten her, um den Gefahren des überfahrens und abschießens aus dem Wege zu gehen, was nicht immer gelang.

Top Highlight war allerdings ein Waldspaziergang mit allem was man sich nur vorstellen kann. Es gab nicht nur Wurzeln, Bäume und Aufgänge, nein in Hühnerdapper ging es steil Bergab mit Hofknickser meinerseits. Fragt sich nur, wem ich den Hof machen wollte, ich weiß es bis jetzt auch noch nicht :-). Ein Spaß in jeder Hinsicht sowohl für die Kids als auch uns Weiberschar. Die Männer gehörten mal wieder der bequemeren Fraktion an, was ihnen wahrlich nicht zu verwehren ist.

Die Überraschung kam dann des Abends, als sich meine Mäuse verabschieden wollten, die Jungs luden sich zum Übernachten ein dem ich gerne gefolgt wäre, wenn gewisse Möglichkeiten noch bestehen würden und der Vulkan über mir endlich seine Flaschen dicht, seine Leber schonen und somit für ein normales Lautstärkeverhältnis sorgen würde.

Relativ untypisch nutzte auch ich das Osterwochenende ausnahmsweise um mir einmal die TV-Welt via Fernsehen zu Gemüte zu ziehen. Wobei mir gerade einfällt, dass das gar keine so schlechte Idee zu sein scheint. Denn all das was mir gefällt wird zu 99 % meist eingestellt, da wäre es durchaus auch Klug all den anderen Schund sich anzutun, damit auch dieser dem wirklich Interessanten weicht. Wer weiß, vielleicht habe ich an diesen Tage unbemerkt dabei geholfen die Fernsehwelt ein bisschen bereinigt zu haben. Selbstverständlich mit der Hoffnung im Hintergrund, dass all jene abgesetzten Sender und Serien ihre Comebacks feiern könnten. Schöner Traum, ich weiß.
Demnach wundert es wahrscheinlich kaum, dass ich einige Stunden nur schlafend (auch am Tage) hinter mich brachte und somit kleine Anflüge von grippalen Viren verscheuchen konnte.

Nun bin auch ich irgendwie froh, dass der Alltag langsam Einzug hält, denn einen kleinen Tagesablauf schadet schließlich nie und die Rituale wollen schließlich auch weitergelebt werden.

Übrigens wird diese Woche nicht nur Gitta Gitarre wieder zu Besuch sein, sondern ab dem 1. April gibt es auf Facebook und Twitter dann sogar täglich, also 30 mal ganz schön was auf die Ohren. Damit der Osterhase im nächsten Jahr von seinen unzähligen Doppelgängern so richtig Gebrauch machen kann, um nicht allein auf all der Arbeit sitzen bleiben zu müssen.

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