ESC Finale 2017

Voller Spannung begab ich mich gestern vor den Fernseher. Nach den beiden Semifinalen erhoffte ich mir ehrlich gesagt eine pompöse Finalshow. Außerdem standen ja noch die Auftritte von Deutschland, Spanien, Italien, Ukraine, Frankreich und Großbritannien bevor, von welchen in den Halbfinalen lediglich nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen war.
Außerdem stellte sich mir die Fragen ob es wohl Unterschiede bei den Auftritten und Outfits bei den bereits gesehenen geben würde.

Letzteres kann ich mit einem klaren Jein beantworten. Anstatt Weiß war die Edelfarbe Schwarz gestern Abend sehr beliebt. Die Auftritte allesamt recht gut, insbesondere Österreich bescherte uns einen noch besseren Auftritt als beim Vorentscheid.

Widmen wir uns heute also den letzten 6 übrig gebliebenen Anwärtern und beginnen direkt mal mit

 

Deutschland

Jung, Blond, groß gewachsen und Barfuß präsentierte Levina ihren Song „Perfect Life“. Keine Frage, gut gemacht, wie die anderen auch, aber leider reichte es nur für den Vorletzten Platz. Schöner Song, aber nicht wirklich einer, der im Ohr bleibt. Der Auftritt an sich recht schlicht, was nichts verkehrtes sein muss, jedoch hätte etwas mehr vielleicht auch zu mehr Punkten geführt. Wer weiß. Dennoch sei für die Newcomerin für die Zukunft alle Daumen gedrückt.

 

Frankreich

Teils Englisch, teils Französisch zeigte sich Alma. Im kurzen Kleidchen präsentierte sie ihr Können und verschaffte sich so den 12. Rang. Auch hier war Schlichtheit das Motto, jedoch sorgte die Beleuchtung für das Richtigen Flair.

 

Großbritannien

Sobald man von Musicaldarstellern erfährt, rechnet man eher damit, dass im Gesang viel zu sehr übertrieben wird. Doch nicht so bei Lucie Jones. Ihr „Never Give Up on You“ eine klassische Ballade, funkelte im wahrsten Sinne golden und katapultierte sie auf Platz 15.

 

Italien

Ein Song zum Mitschunkeln, aber weniger zum Mitsingen brachte uns Francesco Gabbani. Das interessanteste war für kurze Zeit lediglich der Mann im Gorillakostüm. Doch immerhin kamen die Italiener laut Jury und Anrufer auf den 6. Platz. Der Song gehört zu den einstigen Favoriten auf dem 3. Platz bis die Stimmen der Fans hinzugekommen sind und sie von ihrem Treppchen stießen.

 

Spanien

Beach Boys die Zweite, könnte man hier bei Manel Navarro und seinen Kumpanen mit dem Song „Do it for your Lover“ meinen. Doch reichte seine Performance an die großen lange nicht heran. Dies sahen auch alle Voter so und gaben keinerlei Punkte für den Auftritt unter Palmen.

 

Ukraine

Ein Heimspiel war es allemal, doch für den Sieg reichte es nicht. Immerhin konnte sich Landesvertreter O.Torvald mit seinem „Time“ auf den 24. Rang freuen.

 

Du merkst es vielleicht, wirklich großes zu berichten gibt es über die Direktfinalisten nicht. Da war es für die Teilnehmer nur gut, dass sie automatisch mit dabei sein konnten, sonst wären sie (mit Ausnahme Frankreichs) wohl nicht im Finale gesichtet worden.

Umso interessanter war am Ende jedoch das Ranking. Nie im Leben hätte ich mit Portugal als Sieger gerechnet, aber die leisen Töne und die Andersartigkeit von Salvador Sobral waren genau das, was den Zuschauern und der Jury wohl den Atem raubten. Glückwunsch an dieser Stelle von mir.

Jacques Houdek mit „My Friend“, der Mann mit den zwei Stimmen aus Kroatien sah ich auf dem ersten Platz, doch immerhin kam er auf Platz 13.

Keine wirkliche Überraschung waren die Jungs und Mädels von SunStroke Project auf Platz 2. Witziger Song mit mittanzen und grölen inklusive Emotionen durch die Bräute, was will man mehr.

Yodel It schaffte es immerhin auf Rang 7. Die Rumänen legten zum Finale hin noch eine gute Schippe drauf und sorgten für richtig gute Stimmung.

Das komplette Ranking mit allen Auftritten als Video findest du hier.

In den Pausen bzw. während der Auswertungsphase gaben Ruslana mit ihrem genialen neuen Song „It’s Magical“, die letztjährige Siegerin Jamala sowie die Truppe von Onuka feat. Naoni Orchestra sich die Klinke in die Hand. Abgerundet wurde die Show durch einen Einspieler der drei Moderatoren wie sie sich gemeinsam mit Mèns (Sieger 2015 und letztjähriger Co-Moderator) auf ihren großen Job vorbereiteten. Natürlich in reichlich Humor verpackt.

Mèns war übrigens nicht nur im Einspieler integriert. Er hatte zudem die ehrenvolle Aufgabe des Kommentators für sein Land Schweden.

Insgesamt war es eine bunt gemixte Show, für jeden etwas dabei, aber die Würze fehlte irgendwie. Dies kann allerdings auch an dem, seit letztem Jahr, geänderten Votingverfahren gelegen haben, an welches ich mich persönlich noch nicht ganz gewöhnen kann.

Es bleibt somit spannend was uns Portugal im kommenden Jahr zu präsentieren haben wird, was aus den einzelnen Acts wird und ob Israel wirklich die Segel für zukünftige Teilnahmen streichen muss.

Denn laut IBA-Sprecher (israelische Rundfunkanstalt) soll das Land gestern nach 44 Jahren das letzte Mal dabei gewesen sein. Die Rundfunkanstalt schließt in Kürze ihre Pforten für immer. Ein Schock für die Fans während der Punktevergabe, dennoch rechnet anscheinend Israel selbst nicht mit einem Ende. Auch hier dürfen wir also gespannt sein.

Kurz um, ein netter ESC-Abend mit Potential nach oben.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen restlichen Muttertag

Deine Nadine

 

1 Gedanke zu “ESC Finale 2017

  1. Oh ja, ich fand auch, das gestern die Würze fehlte. Meine Favoriten waren Ukraine, Kroatien und Moldau. Hab mich sehr gefreut, dass Moldau so gut beim Zuschauervoting war!
    Den Hype um Portugal versteh ich nicht ganz, den Deutschen Song fand ich auch nicht sooo Hammer! Bin gespannt, wie es nächstes Jahr wird.

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