Eine Reise durchs Märchenland

Als für mich im Juli klar wurde, dass ich im kommenden Jahr
, nach 23 oder 24 Jahren,
definitiv in den Urlaub fahren würde, war meine Überraschung ziemlich groß.

Voller Vorfreude, trotz eines Jahres Wartezeit, war so Phänomenal das ich sogar darüber berichtete.

Eine weitere Überraschung zeigte sich dann auch im August. Denn hier bekam ich den Auftrag noch in diesem Jahr auf Reisen zu gehen.
Zunächst völlig überfordert wohin es überhaupt gehen sollte überwog nun doch eher die Aufregung und die Tatsache, dass „Mann“ mir sogar beim packen hilft.

Seppo ist, mit seiner #sba2016, der Drahtzieher des Ganzen.
Also kramte ich meine verstaubte Reisetasche hervor und bepackte sie mit:

  • einem Nasenhaartrimmer
  • einer Duftkerze
  • einer Tür
  • einem H&M-Katalog
  • einem Zylinder
  • einem Volleyball-Schläger
  • einer Landkarte von Tasmanien
  • einem geheimnisvollen Kästchen
  • sowie einem Schirm

Doch dann zeigte sich zunächst ein weiteres Problem. Die Zeit wurde knapp, doch heute soll es endlich soweit sein und mir reicht es doch noch rechtzeitig meinen Auftrag zu erfüllen.

Die Tasche steht vollgepackt bereit und ich mache mich auf den Weg. Es geht ins Märchenland wo ich zunächst genüsslich und aufgeregt durch einen schönen kühlen Wald wanderte.

Auf einmal sah ich von weitem ein kleines Mädchen mit einer roten Kappe auf dem Kopf, die so aussah wie Bäuerinnen sie einst trugen, also die Kappe. Da dieses Mädchen mit einem Korb bepackt am Blumen pflücken war, wusste ich, dass es sich nur um Rotkäppchen handelt konnte.
Ich ging auf sie zu und sprach sie an, wollte sie vor dem bösen Wolf warnen. Doch sie überraschte mich, indem sie mir erzählte, dass sie genau zu ihm auf dem Weg sei.
Völlig erschrocken klärte ich sie darüber auf wie Gefährlich es doch in seiner Nähe sei und keine es besser wissen müsste als sie. Erst danach war ich eigentlich verwundert, dass es diesen Wolf überhaupt noch gibt, da ich davon ausging, dass er bereits Tod war.

Rotkäppchen lehrte mich eines besseren und erzählte das er krank war und sie ihn nun Besuchen und mit Leckereien versorgen wolle.
Er muss also, wie durch ein Wunder, von den Steinen im Bauch sowie dem Schuss des Jägers vollkommen genesen sein.
Da er sich also zum besseren gewendet hatte, bot ich dem Mädchen an doch für den Wolf den H&M-Katalog mitzunehmen, damit er mit dem vielen Essen und dem Wein gleich noch eine Unterhaltungslektüre hatte.
Rotkäppchen nahm dankend an und zog von Dannen.

Auf einmal gelangte ich an eine Lichtung und wusste nicht mehr weiter. Da fiel mir meine Landkarte von Tasmanien ein. Schnell holte ich diese hervor und studierte diese aufmerksam. Schon bald fand ich den richtigen Weg und es konnte weitergehen.

Zwischenzeitlich etwas erschöpft wanderte ich nur noch recht mühsig durch den Wald. Plötzlich durchzog sich ein riesen Schauer durch meinen Körper.
Völlig ausgehungert stand ich vor einem Häuschen aus Lebkuchen. Zitternd blickte ich mich um, kein einziger Mensch und auch kein einziges Märchenwesen befand sich in meiner Nähe. Ich bekam es redlich mit der Angst zu tun.

Der Hunger trieb mich sogar so weit, dass ich den Boden nach Brotkrümeln von Hensel und Gretel absuchte, doch diese waren wohl bereits von den Vögeln und Gänsen aufgefuttert worden sein.
Mir blieb also nichts anderes übrig als meine Angst zu überwinden und an dem Häuschen zu knabbern.

Total in meinem Element überwand ich die Angst und hörte auf einmal ein altes Stimmchen sagen:

„Knusper, knusper Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen“

Natürlich zuckte ich erschrocken zusammen und wollte nur noch weg.
Da fiel mir der Volleyball-Schläger ein. Ich holte ihn kurzerhand aus meiner Tasche, setzte mich wie auf einem Besen auf ihn uns sprach:

„Ene, Mene, Mäger, flieg los mein treuer Volleyball-Schläger – Hex, Hex“

Schier ungläubig ging es für mich samt Schläger in die Lüfte. Immer höher, immer weiter und immer schneller sauste ich durch die Wolken.

Von dieser Raserei wurde mir ganz Schwindlig, bis ich mein Bewusstsein verlor.

Doch dann erwachte ich irgendwann und um mich her standen 7 kleine rote Hütchen. Mehr konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht erkennen, wunderte mich aber, dass diese Hütchen sich zu bewegen scheinen.

Es stellte sich heraus, dass diese Hütchen zu den 7 Zwergen gehörten, die mich mitten im Wald aufgabelten und zu sich nach Hause schleppten.

„Verdammt müssen die Stark sein, um mich fetten Brummer überhaupt tragen zu können“ dachte ich bei mir, noch immer in Halbtrance.

Sie erzählten mir, dass Schneewittchen gerade bei Lidl einkaufen war, da ein großes Fest im Zwergenland anstünde, zu dem sie mich gerne einladen würden.
Ich nahm dankend an und wollte aber nicht unverschämt sein und bedankte mich sowohl für meine Rettung als auch die Einladung mit der Duftkerze, welche wunderbar zur Deko passte.
Ganz unter uns: Die Hütte dort hatte sowieso etwas Frische Luft nötig gehabt, da bot sich die Duftkerze erst recht sehr gut an.

Als Schneewittchen wieder vom Einkauf zurück war feierten wir eine Big Party mit allem was dazugehört.

Nach einer weiteren Nacht verabschiedete ich mich dann von der Meute und wanderte gestärkt weiter durch den Wald.

Nach einiger Zeit jedoch ging es nicht mehr weiter. Alles war nur noch voller Bäume. Kein Weg mehr, nicht einmal zwischen den grünen Waldriesen war mehr Platz um weiterlaufen zu können.

Na dann muss meine Tür her, nur die kann mich jetzt retten. Wieder umzukehren war keine Option für mich.
Somit stellte ich die Tür auf, öffnete diese und schritt hindurch.

Auf einmal war kein Wald mehr zu sehen. Keine Ahnung wo ich hier gelandet bin.
Doch halt, irgend etwas stimmte nicht. Erneut hob ich mich, wie von Zauberhand, vom Boden ab, jedoch plumpste ich immer wieder zurück. Als es mir zu dumm wurde, ich mich sogar bereits einige Schürfwunden dadurch zugezogen habe, griff ich nach meinem Schirm, spannte ihn auf und flog schließlich davon.

Normalerweise bin ich es gewohnt eher auf die Schnauze zu fallen anstatt geradewegs durch irgendwelche Himmelsgefilde, aber es machte mir Spaß.

Auf meinem Flugweg kam mir auf einmal etwas entgegen.
Nein nicht etwas, es war jemand, also ein Mensch. Mary Poppins schwebte, ebenfalls mit einem Schirm, mir entgegen.

Völlig hastig erzählte sie mir, dass der gestiefelte Kater seinen Zylinder verloren habe und sie nun durch die Gegend schweben würde um diesen zu finden.

Mir ging ein Licht auf und holte meinen Zylinder aus der großen Reisetasche.

„Hier, nimm diesen, und wenn er erst einmal als Ersatz dienen wird.“

Überrascht aber freudig nahm Mary den Hut entgegen, bedankte sich noch kurz und schwebte rasend schnell davon.

Irgendwann dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, setzte ich wohlbehalten wieder auf der Erde ab. Ich befand mich auf einer langen Straße. Rechts und Links von mir nichts als abgestorbene Wiesen und Felder. Also lief ich zunächst einfach weiter, bis ich aus der Ferne jemanden am Straßenrand sitzen sah. Je mehr ich mich ihm näherte umso größer wurde dieser.
Auf einmal war mir klar, dass dies nur der Riese aus dem Märchenland sein kann. Völlig aufgelöst saß er da und heulte dicke Tränen. Als ich fragte, was denn los sei schaute er mich nur an und ich wusste sofort was los war.
Aus seiner Nase wucherten nur so die Harre. Den Übergang zu seinem langen Bart war nicht mehr zu erkennen.
Kurzentschlossen zog ich den Nasenhaartrimmer hervor und halft dem Riesen dabei sich von seiner Nasenhaarpracht zu befreien.
Glücklich verschwand er mit erhobener winkender Hand.

Auch ich ging weiter meines Weges, denn mir stand noch eine wichtige Mission bevor.
Ebenfalls nach einer gefühlten Ewigkeit gelangte ich wieder in meine Stadt zurück. Der Weg brachte mich direkt zu meiner Mutter.

Es kommt nicht oft vor, aber dieses Mal verspürte ich ein dringendes Bedürfnis sie sehen und mit ihr sprechen zu wollen.

Etwas erstaunt, aber dennoch freudig öffnete sie mir Tür und ließ mich rein.

Sie: Wo kommst denn Du her?

Ich: Aus dem Märchenland und ich muss dir unbedingt etwas sagen und geben.

Sie: Na da bin ich gespannt.

Ich: Liebste Mama, nicht immer war es leicht mit mir, viel musstest Du wegen und mit mir durchmachen. Außerdem trugen alle anderen ebenfalls stets ihren Teil dazu bei, dass du kaum zur Ruh finden konntest.
Ich bewundere dich und deine Ruhe, stets zu Diensten, egal ob bei Tag oder Nacht. Man könnte meinen, dass dein Rückgrat nie brechen könnte. Daher ist es längst überfällig und an der Zeit dir zu danken.

Nervös holte ich nun das geheimnisvolle Kästchen hervor und überreichte es ihr feierlich.

Den Tränen nahe öffnete sie dieses Kästchen, dabei heraus erstrahlte ein Purpur Rotes Licht, welches mein Herz und die Liebe zu ihr umhüllte.

Mit den Worten:

„Mein Herz gehört für immer dir. Es soll dich stets begleiten, Gesundheit und Stärke, sowie Mut und Zuversicht geben.
Meine Bewunderung gehört dir!

Verabschiedete ich mich schließlich von ihr und nun auch von euch da draußen.

Ob ich meinen Auftrag rechtmäßig erfüllt habe und weitere wundervolle Reisen kannst du hier nachlesen.

 

2 Gedanken zu “Eine Reise durchs Märchenland

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen