Suppennudeln

Durchgenudelte Klischees

Irgendwie scheine ich in der Welt von Gut und Böse stecken geblieben zu sein. Aufräumend mit so einigen Vorurteilen frage ich mich tatsächlich manches Mal, irgendwo falsch auf dem Planeten zu sein. Meist von Medien immer noch aufgeputscht, überprüfe ich fast regelmäßig meine Fraulichkeit. Bis jetzt glücklicherweise alles noch dran, bzw. dort wo es auch hingehört, zumindest Körperlich. Doch im Kopf und auch im Tun verlierend könnte ich wohl aus so mancher Sicht eine Geschlechtsumwandlung gebrauchen, um wieder ins noch leicht florierende Weltbild zu passen.

Nachfolgend ein paar Defizite der Menschheit, die ich mal auf meine Art und Weise so richtig durchgenudelt habe, um zu zeigen, dass es auch anders geht.

 

Frauen shoppen gerne

Ein weitverbreiteter Mythos den ich so nicht stehen lassen kann. Bin ich denn keine Frau mehr, nur weil ich Einkaufen, oder eben in Neudeutsch shoppen, wie die Pest hasse? Dabei habe ich weder einen Bart und Eier koche ich allerhöchstens, um sie dann zum Frühstück zu verspeisen.

Zielstrebig rein in den Laden, schnell das geholt was gebraucht wird und dann wieder aus, das ist mir am liebsten. Auch des Strühlens bei Discountern, was dem weiblichen Geschlecht gerne zugetragen wird, kann ich nicht teilen. Mir steigen förmlich die Haare zu Berge (was bei meiner Pracht schnell ein Mount Everest mutiert) sobald beim gemeinsamen Einkauf mit meiner Mutter sie fast überall stehen bleibt und alles genau begutachten muss.

Aber wie bei allem bestätigen sich auch hier die Ausnahmen und das beinhaltet eher die Technik- und Musikabteilung. Dazu aber weiter unten mehr.

Lästerschwestern

Das Kino macht es oftmals vor, 3 oder 4 Freundinnen treffen sich regelmäßig um über ihre Männer, anderen Weiber und der Welt sich einen abzulabern. Kein Wunder das die Welt irgendwann glaube, dass es auch überhaupt so sein muss.

Doch mal ehrlich, wer lästert nicht und was ist Lästern überhaupt? Allein der Definition wegen braucht es schier nen eigenen Duden. Nie scheinen sich die Geister so zu scheiden wie in dieser Thematik. Dabei heißt es doch im allgemeinen eigentlich nur, das Reden hinter dem Rücken des Betroffenen. Findet dieser es heraus und stellt den Lästerer zur Rede, erfährt aber keine Entschuldigung oder das einfache Zugeben, dieses auch so gesagt zu haben.

Ich kenne daher genauso viele Männlein wie auch Weiblein, die das genauso beherrschen und auch ausführen. Ein unterscheiden der Geschlechter konnte ich noch nie feststellen, allerdings wäre das bestimmt eine gute Recherchearbeit für Marktforschungsinstitute, um darüber mehr Klarheit zu bekommen.

Doch hingezogen fühle ich mich in dieser Hinsicht zu beiden dann nicht. Denn, wenn klein Fritzchen nach allein Seiten schaut, aber nicht geradeaus, dabei direkt auf einen Laternenpfosten knallt, dann sei ihm mein Lachen inklusive Bauchschmerzen, auf dem Boden liegend und das ringen nach Luft sicher. Erst mal wieder halbwegs beieinander würde ich ihn sogar direkt noch Fragen: „Was machst Du denn?“, „Bist Du bescheuert?“, Erschreck mich nicht?“ und dann, ja dann erst käme die alles entscheidende Frage „Ist Dir was passiert, geht’s Dir gut?“.

Fritzchen wüsste also genau Bescheid und wenn er korrekt ist (ihm natürlich wirklich nix passiert ist) wird er über seine Unaufmerksamkeit selbst lachen.

Fazit: Wenn lästern, dann so, dass es die betroffene Person auch mitkriegt, auch wenn es danach erst zu einem Gespräch kommt und von Wichtigkeit sein sollte. Da können sich selbst sogar manch Männer davon eine Scheibe abschneiden.

Frauen gehören hinter den Herd

Oh je, wo ist denn die hängen geblieben. Das ist doch heute so was von Out und gar nicht mehr Zeitgemäß, wer denkt denn noch so was?! Höre ich da so einige aufschreien. Wenn der Mensch an sich so nicht mehr denkt, gibt es immer noch Ausnahmen. Diese machen sich allerdings eher durch die Blume bemerkbar, laut aussprechen, das traut sich allerhöchstens noch die Presse, welche gerne mal auf Klischees aus ist. Selbst merken tust es nur dann, wenn das Männlein z.B. meint, dir etwas zeigen zu müssen. Ist ja nur gut gemeint, er fühlt sich dann vielleicht als Groß und will ja nix böses, aber wir Weiblein sind nicht dumm. Wir lassen dann einfach Hans Wurst im Regen stehen und sagen „mach deinen Scheiß selber“. Das Würstchen hingegen fühlt sich ertappt und zieht meist von dannen.

Hier sei angemerkt, dass wahrlich nicht jeder Mann so tickt, aber so manch Halbspezialisten scheinen tatsächlich irgendwo in der Steinzeit hängen geblieben zu sein.

Technik – nix für Weiber

Auch hier fragt sich Frau des öfteren, was das denn soll. Nur weil es scheinbar mehr Informatiker, Techniker und wie sie alle heißen gibt, tummelt sich auch so manch Frau unter ihnen. Soweit muss man dennoch nicht gehen, der Alltag bietet sich dort in seiner Vielfalt mindestens genauso gut an.

Ja, ich als Frau kann bestätigen, dass auch wir so einiges davon verstehen. Sicherlich nicht immer bis ins tiefste der Materie, aber dafür alles selbst beigebracht und aus der Praxis in Erfahrung gebracht konnte ich bereits nicht selten einem den Weg weisen. Ob PC, Internet, Handy und anderen technischen Herausforderungen des täglichen Lebens konnte ich anderen schon den Weg weisen.

Triffst Du also einmal XYZ auf der Straße und willst von ihm oder ihr wissen was mich ausmacht, dann dürfte es keine Seltenheit sein, zu eben dieser Thematik Antworten zu erhalten. Von wieder anderen Personen wirst Du hingegen vielleicht andere Antworten erhalten. Wir sind eben alle nicht Monoton und haben verschiedene Verhaltensweisen und Wissen, die wir dort anbringen wo sie benötigt werden.

Schuhtick

Bei mir wirst Du Dich eher fragen: „Wo sind deine Schuhe?“

Klar habe ich welche und laufe durchaus nicht Barfuß durch das Leben, aber sie halten sich in Grenzen, ganze 4 Paar kann ich vorzeigen (komme ich jetzt ins Guinessbuch der Rekorde?).

Für mich sehen die ach so tollen Trendsetterlatschen oftmals ziemlich gleich aus und unterscheiden sich allerhöchstens in Muster, die meisten davon auch noch ziemlich, sagen wir mal, Grottig. Praktisch und Bequem müssen die Treter sein, ansonsten kannst Du mir Minütlich beim Knutschen des Asphalts zusehen.

Frauen reden gern

Ja das tun wir hin und wieder, aber nicht minder als andere Spezies. Es gibt solche und solche. Während meine Wenigkeit jemanden durchaus unter den Tisch quatschen kann, dürften mich die meisten eher im gegenteiligen passiveren Bereich auffinden. Und auch hier weiß ich, dass ich keine Ausnahme zu sein scheine.

Frauen brauchen grundsätzlich länger im Bad

Ach ja?

Duschen mit Shampoo für das Oberstübchen und Duschgel mit anschließendem lotionieren der Haut und Beißerchen putzen genügen oft. Schmotze nur selten und wenig, da Frau sehr praktisch veranlagt, gut und gerne sich nicht um Äußerlichkeiten schehrent. Will nicht heißen, dass sich so jemand gehen lässt, aber wenn man stets darauf bedacht sein muss, dass nix verdreckt oder die Frisur nur so oder so zu sitzen hat, dann ist das ein Verlust der Lebensqualität. Schönheit und Gepflegtheit ja, aber bitte lasst mich danach auch mal mit den Kids im Dreck spielen.

Auf Frauen muss Man/n immer warten

Zusammenfassend auf den vorherigen Punkt kann ich da auch nur revidieren. Genau die Menschen, die solche Sätze zum Besten geben, sind meist diejenigen, die noch länger benötigen. Meist wird es mit dem herrichten im Badezimmer vermutet.

Hier liebe ich ebenfalls so manch verdutztes Gesicht, da ich eher zu den überpünktlichen gehöre und alles was zu lange geht langweilt mich.

Kommt zwar alles im Alltag recht wenig vor, aber schon erlebt.

Nun, liebe Frauen, würde mich tierisch interessieren, ob die Ein oder Andere sich ebenfalls entgegen allen Klischees hier wiederfindet. Oder ob ich doch eine Spezies der anderen Art bin?

Was auch immer dabei herauskommen mag, ich bleibe trotzdem so und hoffe insgeheim eine stetig steigende Anzahl von Gleichgesinnten. Allen anderen sei gesagt „Stellt eure Uhren um und kommt in der Neuzeit an“.

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