Die Vielfaltsparty geht weiter – ESC 2017/2

18 Künstler durften sich bereits am Dienstag in Kiew auf der Bühne präsentieren. Nur 10 von ihnen konnten sich bis ins Finale durchboxen. Während der Anfang der Show eher mager war, wurde es zum Ende hin glücklicherweise spannender und interessanter.

Nun gestern, zum zweiten Semifinale, sah es von Anfang an vielversprechender aus. Der Pop scheint neben den weißen Outfits ein großer Hoffnungsschimmer für Komponisten, Produzenten und Künstler in diesem Jahr zu sein.

Doch beginnen wir zunächst mit unserem Kommentator für Deutschland Peter Urban an.
Seit vielen Jahren ist er stets mit von der Partie und macht seinen Job durch sein Wissen wirklich Fabelhaft. Doch was war gestern mit dem Guten los?
Der Arme versprach sich des Öfteren oder verdrehte den ein oder anderen Satz.
Na es sei ihm gegönnt. Habe doch auch ich erst kürzlich beim ersten Bericht selbst immer wieder nachschauen und insbesondere die Künstlernamen mühevoll abtippen müssen.
Bei so vielen verschiedenen Nationen kein leichtes Unterfangen, wie mag das wohl sein, wenn man auf den Punkt genau noch Live alle Infos beisammenhaben muss?
Witzig Wars dennoch, so etwas macht die Menschen in der Kabine erst richtig sympathisch.

Aber nun zu den Acts.

Mazedonien

Dieses Land machte es von Anfang an etwas spannend. Laut Kommentator Peter Urban durften selbst er und seine Mitstreiter das Vorabfilmchen von Jana Burceska NICHT sehen. In diesem wurde ein süßes Geheimnis gelüftet. Die junge Frau ist Schwanger. Ihr Auftritt war souverän und der Song (für mich) Finalwürdig. Leider wurde nichts aus dem Popmärchen für Samstag. Jedoch gewann Jana an diesem Abend dennoch. Denn der Vater des Kindes machte ihr während des Interviews einen Heiratsantrag und überraschte sie mit einem Verlobungsring.
Ob sie selbst letztlich davon gewusst hatte, darüber lässt sich streiten, jedoch gehen die meisten davon aus. Wie dem auch sei: An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch!

 

Österreich

Ein Himmelspektakel bescherten unsere Nachbarn aus Österreich. Der Junge Nathan Trent saß auf einem Halbmond und gab sein „Running on Air“ zum Besten. Ganz in weiß war auch bei ihm wohl das Motto und verschaffte ihm den Einzug ins Finale am Samstag.

 

Serbien

Akrobatisch, Schlicht und mit einer Popballade zeigte sich uns Tijana Bogicevic mit „In To Deep“ . Das größte Highlight war lediglich der Tänzer, welcher ab der Mitte des Titels seine Akrobatik performte. Leider sahen wohl auch die restlichen Zuschauer es ebenso und riefen nicht für Serbien an.

 

Rumänien

Endlich Party pur. Ein Duo, sie jodelt und er Rappt. Eine Kombi welche mich unsicher werden ließ, doch der Partybande verhalf es ins Finale. Alles Bunt, Frisch, ein wirklicher Aufheller nach so vielen Slows.

 

Niederlande

Hier steckt wieder eine Herzzerreißende Geschichte hinter dem Ganzen. Drei Schwester performten dem vom Vater geschriebenen Song für ihre unheilbar an Krebs erkrankte Mutter. Der Song „Lights And Shadows“ überraschte mit leichten Rhythmen und bescherte den dreien zum Schluss hin doch noch das Ticket für Samstag. Ob da wohl die Hintergrundstory ihren Teil dazu beitrug lässt sich nur erahnen. Dennoch gab es auch von mir ein Däumchen nach oben.

 

Irland

Bei den Iren kam man sich schier wie in einem falschen Film vor. Gut nur, dass Kommentator Urban uns vorwarnte und am Ende der Künstler selbst es auch noch bewies.

Es handelt sich um den 21-jährigen Brendan Murray. Dessen Singstimme einer Frauenstimme gleicht, würde man ihn nicht sehen und nur hören dann käme wohl niemand auf einen jungen Erwachsenen. Denn so hoch seine Stimme im Gesang ist, desto tiefer hört man selbige sobald er spricht. Hätte er sich nicht am Ende verabschiedet könnte man es nicht glauben.
Leider nutzte ihm diese angeborene Besonderheit nichts und er darf wieder Heim fahren.

 

Kroatien

Ein weiteres Wundersames Ereignis bescherten uns dann auch noch die Kroaten. Mit Jacques Houdek kam ein korpulenter Opernsänger und Backstreet Boys-Stimme auf die Bühne. Sein Stimmspektrum wird wohl kaum zu toppen sein. Oper meets Pop könnte man auch gut zu seinem Song „My Friend“ sagen.
Auch die Televoter waren meiner Meinung und verhalfen dem Stimmwunder ins Finale.

 

Norwegen

Überraschte mich, denn ein DJ mit Maske und ein Sänger mit Hut legten mit einer simplen Beatnummer ihre Glut ins ESC-Feuer. Der Zuschauer nahm es an und katapultierte das Duo direkt in den Samstag.

 

Weißrussland

Ließen mich auch alt aussehen. Ihr Song ein wahres Feuerwerk für trübe Seelen, doch rechnete ich nicht mit ihrem Finalticket.
Ein Duo, Männlein-Weiblein brachte die Telefonleitungen mit ihrem Folkrock „Story of my Life“ zum Glühen.
Besonders an der Combo Naviband ist allerdings, dass sie einer der wenigen sind, welche in ihrer Landessprache singen.

 

Uns wird also im Finale tatsächlich ein bunter Mix voller Individuen beglücken können. Begleitet und durch das Programm führen (wie bei beiden Halbfinalen auch) die drei Herrschaften Oleksandr Skichko, Volodymyr Ostapchuk und Timur Miroshnychenko.

Antreten aus dem zweiten Semifinale werden somit

Österreich, Rumänien, Niederlande, Ungarn, Dänemark, Kroatien, Norwegen, Weißrussland, Bulgarien und Israel.

Nach Hause fahren müssen demnach

Serbien, Mazedonien, Malta, Irland, San Marino, Schweiz, Litauen sowie Estland.

 

Der nächste Stopp im Dreiteiler ist somit Morgenabend ab 21 Uhr auf One und im Ersten. Wer allerdings schon den Countdown miterleben möchte schaltet bereits um 20:15 Uhr auf genannten Sendern ein. Auch im Nachhinein wird kräftig weiter gefeiert. Und wer immer noch nicht genug hat, der kann die Tage sich hier über weitere Dokus und Livestreams informieren.

Ich verabschiede mich für heute und wir lesen uns zum Fazit des Spektakels am Sonntag wieder.

Bis dahin habt eine schöne Zeit

Eure Nadine

 

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