Die Trendrebellin

Die Trendrebellin – Teil 1

Wer gibt schon gerne seine Schwächen zu? Wohl kaum jemand, wobei was wird eigentlich als Schwäche angesehen, schließlich ist dies Ansichtssache und kann genauso gut als Stärke betrachtet werden.
Um das Klarzustellen soll heute nicht meine Aufgabe sein, da darf sich jeder selber seine Meinung bilden.
Obwohl ich, zugegebenermaßen, eher zu der Gattung gehöre, die Schwächen mehr als Stärken ansehen. Denn es braucht Mut, Mut um gegen den Strom überhaupt schwimmen zu können.

Genau das will ich heute tun, um genau zu sein möchte ich mich hier und jetzt als Trendrebellin outen und ja, ich gebe es offen zu, ich bin stolz darauf, auch wenn es oftmals nicht leicht sein kann. Es gibt ja so Trends die gehen aus allgemeiner Sicht schon gar nicht, aber es gibt auch solche, welche in der Masse entweder untergehen oder die Massen spalten. Und dann gibt es eben noch jene, die sich als Trends einschleichen.

Stellt sich nun die Frage, was denn überhaupt als Trend definiert wird? Allgemein Bekannt dürfte wohl folgende sein: Das was der Masse gefällt und diese dem nachahmen, egal um was es geht, wird schlicht als Trend angesehen. Denn plötzlich stürzen sich alle darauf, auch die Medien, die die ganze Sache noch mal aufputschen. Dabei haben sich im laufe der Zeit so einige, sagen wir mal, Kuriose Massenklischees und Meinungen regelrecht fest gesogen. Diesen möchte ich heute aus purer Überzeugung den Garaus machen.
Den Beginn soll hier die Medienlandschaft machen. Willst Du beispielsweise deine Musik, oder TV-Konzept an den Mann und die Frau bringen, dann wirst Du, vor allem in früheren Tagen, bei Plattenlabels und Produktionsfirmen Klinken putzen gehen. Obwohl Dein ganzes Herzblut in deinem Projekt steckt entscheiden andere über Dein vorankommen. Im Regelfall wirst Du erst mal ohne Ende bei vielen Abblitzen, musst zusehen wie Du über die Runden kommst, oder (was ich jedem wünsche) hast die Kraft grundsätzlich alles selbst in die Hand zu nehmen. Dauert zwar wahrscheinlich länger, aber Du bist dann dein eigener Herr.
In der Umkehr heißt das für den Konsumenten, dass er eben nur das zu hören und zu Gesicht bekommt, was die „ach so tollen“ Bosse der Oberliga für Richtig halten. Kein wunder schießen Eigenproduktionen, insbesondere im Internetzeitalter, nach oben. Denn so manch Masse wacht langsam aber sicher auf und sucht sich ihr eigenes Programm zusammen.
Ich selbst hätte es bei mir nie für möglich gehalten auch einmal dazu zu gehören. Das WWW liebend, dennoch in alten Klischees gefangen, wäre es mir vor einiger Zeit noch unvorstellbar gewesen über den Computer Fern zu sehen. Heute geschieht dies täglich und das TV-Gerät verstaubt schon fast, oder dient mir nur noch als Einschlafhilfe.

Um auf die Musik kurz zurückzukommen, wundert es wohl kaum noch, warum so viele Musiker, die selbst alles Managen, längst die Charts und andere Spitzen mit Erfolg erklommen haben, siehe Sunrise Avenue, Rae Garvey, Scooter und viele andere. Sie alle fanden ihre Anfänge in Eigenregie und wurden erst von den Majorlabels entdeckt, als die Erfolge für sie sprachen. Natürlich gibt es auch Beispiele in umgekehrter Form, will heißen, dass sobald die Verkaufszahlen schwanden auch die Labels sich verabschiedeten und die einst so großen Sternchen nun ihr eigenes Süppchen irgendwie Löffeln müssen. Durchhaltevermögen ist daher in jeder Hinsicht und Branche eben das A und O, komme was wolle. Wer seinen Job liebt und die Leidenschaft somit sehr groß geschrieben wird, der hat in jedem Fall gewonnen.

In der TV-Landschaft sieht das kaum anders aus, warum sonst hat YouTube und Co. So ein großes Aufsehen in der Zwischenzeit erhalten? Es ist heute glücklicherweise für jeden praktisch möglich, sich zu zeigen. Ob man dies nun gut und schlecht findet kommt letztlich auf das gezeigte und seinen Fans an. Beste Beispiel hierfür dürfte das kürzlich vorgestellte Youtopia sein. Nach einigen Fehlern und großen Versprechungen vom Sender abgesetzt wagt sich hier einer der Alt-Pioniere an die Grundidee heran, mietete sich das ehemalige Produktionsgrundstück, nistet sich dort ein und versucht mit Hilfe der Öffentlichkeit das Alt-Newtopia in New-Youtopia auf die Beine zu stellen.
Noch gibt es darüber nicht viel zu berichten, aber sowohl die Fans als auch so einiger Berichterstatter und Radios sind schon mal mit von der Partie und geben dem ganzen seine redlich Verdiente Aufmerksamkeit.
Was hier im Hintergrund alles gelaufen sein mag zum trotz, das entscheidende ist „Wo ein Wille, da auch ein Weg“. Und siehe da – nicht gerade wenige, wie bereits erwähnt, fiebern mit Spannung dem Ganzen entgegen.

In diesen Tatsachen zeigen sich also ganz deutlich, dass wir oftmals dazu gezwungen sind, das zu konsumieren was von „Oben“ erwünscht wird und uns somit die freie Entscheidung, im übertragenen Sinne, genommen wird. Von daher rebelliere ich mit Stolz gegen all jene, die uns ihre Meinung in der Medienwelt aufzwängen wollen und plädiere an alle jene, welche sich dadurch nicht unterkriegen lassen und dennoch ihr eigenes Ding durchziehen.

Nun ist der Text doch länger als Erwartet geworden, das dadurch nun nach einer Fortsetzung schreit, denn schließlich fehlen noch Internette Welt mit Blog und Webseitenklischees sowie die Zeitschriften- und Buchverlage, sowie so einige Gesellschaftlichen Trends, denen ich (und soweit ich weiß) auch einigen anderen gar nicht so schmecken.
Dazu aber Morgen mehr.

 

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Bist Du auch ein Rebell der Trends? Dann such mich auf Facebook und Twitter auf, damit wir gegen den Rest der Welt gemeinsam rebellieren können :-).

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