Waage

Der Speck darf weg

Keine Sorge, bei mir wirst Du vergeblich nach strikten Diäten oder ominöse Mittelchen, die ach so toll sind, finden können. Als Verfechterin des gesunden Abnehmens im Rahmen natürlicher bzw. vorhandener Lebensmittel lässt sich in der heutigen Zeit durchaus auch schon eine ganze Menge erreichen.

Ja, der Speck soll weg und das nicht nur auf dem Teller, sondern ausschließlich um die Hüften und wo es sich sonst überall festgesetzt hat. Dabei geht es mir ebenso wenig darum, irgendwelche Tipps vom Stapel zu lassen, zumal ich weder Expertin in Ernährung noch in Sport bin. Eher möchte ich mir meine persönlichen Eindrücke und meinen eigenen Weg dokumentieren. Vielleicht als Anreiz für jeden der sich angesprochen fühlt, oder eben als unterhalterische Maßnahme für all jene, welche sich gerne mit dieser Thematik befassen. Der ganz normale Wahnsinn, oder auch Alltag genannt. Nicht mehr und nicht weniger.

Fakt ist ja nun mal, dass sowohl das Essen als auch die Bewegung zwei sehr wichtige Komponenten sind, um unliebsame Kissen vom Körper entlassen zu können. Doch hört sich alles meist so schön einfach an, was es in aller Regel auch sein kann, doch wie schaut es aus sobald man mit zusätzlichen Hindernissen zu kämpfen hat?

Angefangen von sämtlichen neuen Zivilisationskrankheiten wie Allergien verschiedener Lebensmittel, Laktoseintoleranz und was es da sonst noch alles so gibt, bis hin zu sportlichen Einschränkungen, welche die Gesundheit ansonsten alles andere als begünstigen würden, ist die Bandbreite doch relativ groß.

In meinem Fall trifft letzteres zu. Vor knapp zwei Jahren wurde mir Wirbelgleiten im fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert, d.h. genau die Sportarten die ich gerne ausübte sind seitdem tabu. Eigentlich könnte ich jetzt sagen:

„Typisch, wieder mal ich, nix Neues“

Doch die Freude nach Krankengymnastik und Schmerzmittel wieder fast Schmerz- und Medikamentenfrei überhaupt einigermaßen normal laufen zu können überwiegt. Außerdem fördert die Situation zugegebenermaßen meine Neugierde, auch wenn die Suche nach dem Richtigen alles andere als einfach scheint.

Im Alter von ca. 10 Jahren lernte ich erst das Schwimmen, insbesondere lernte ich allerdings das Hassen von Wasser und den Strampelübungen. Zumal meine damalige Sportlehrerin meinte mich ohne Ankündigung am Treppenrand übend unter das Wasser mit ihrer Hand befördern zu müssen. Seitdem hoffte ich wöchentlich das der Schwimmkurs ausfallen würde, entweder weil es irgend etwas zu reparieren gab oder mal wieder jemand seinen Darm mitten im Becken entleert hatte. Alles war mir damals mehr als recht, doch Pustekuchen. Nur sehr selten erfüllte sich dieser Wunsch, so das ich mir schwor, später nie wieder in ein Schwimmbecken zu steigen. Schwimmen lernte ich dennoch, aber nicht in der Schule, sondern im damaligen Donau-Freibad mit meiner Cousine. Mit Spaß lernt es sich einfach viel besser.
Ich ahnte nicht, dass ausgerechnet das normale Brustschwimmen später zu einer meiner liebsten Aktivitäten werden würde. Teilweise wöchentlich, nein, sogar manchmal im 2-Tages-Rythmus konnte man mich im Bad Blau finden. Tauchen und sonstige andere Schwimmarten sind bis heute immer noch Tabu, doch nun auch das Strampeln in Brustlage gehört leider aus gegebenen Anlass der Vergangenheit an. Zu groß wäre die Gefahr des weitergleitens meines bereits verschobenen Wirbels. Schade, aber kann und muss ich eben erst einmal beim Sitz-plantschen mit den Kids bleiben, hat ja auch etwas für sich.

Auch das Trampolin, Springen und Hüpfen überhaupt musste aus meinem Aktivitätsplan gestrichen werden. Gerne denke ich noch an die Zeit zurück als ich in einer Aerobic-Show-Tanz-Gruppe aktive das Rebound nutzte und mir sogar eines für zu Hause besorgte. Wollte eigentlich wieder damit beginnen, doch daraus wird erst einmal nix.

Mit dem Joggen sieht es ähnlich aus, aber hier kann ich auf schnelles Walking umsteigen und somit weiterhin mein heißgeliebtes Laufband zumindest im Sparprogramm weiterhin nutzen. Schließlich gibt es für fast alles eine Lösung.

Letztlich werde ich, um sportlich wieder fitter und aktiver zu werden, nicht um ein ärztlich betreutes Fitnessstudio herum kommen. Denn Gewichte heben jeglicher Art ist ebenfalls auf Eis gelegt. Spezifische Übungen müssen her, doch noch konnte ich mich nicht dazu überwinden, den ersten Schritt in dieser Richtung zu wagen.

Das was aktuell allerdings möglich ist, ist mein Rückentraining mit dem Swing Stick, besser bekannt als Flexi Bar. Dabei werden durch Rotationen auch kleinste Muskelgruppen erreicht, welche durch bloßes leichtes Schütteln der Stange in Gang gesetzt wird. Dauert nicht lange und macht zudem auch noch Spaß.

Wie oben bereits erwähnt fehlt mir glücklicherweise der Hang zu Allergien, so kann ich mich voll und ganz in jegliches Obst sowie Gemüse stürzen und lerne derzeit eine Eiweißreiche dafür kohlenhydratarme Ernährungsweise kennen. Sünden selbstverständlich erlaubt, denn es soll keine Diät aber dafür eine dauerhafte Ernährungsumstellung sein.

Der Startschuss meiner Entscheidung fiel vor zwei Wochen und da Freitags mein Wiegetag ist, wird es auch zukünftig Freitags einen Bericht diesbezüglich von mir geben. Die ersten Kilos sind bereits gepurzelt und nächste Woche erzähle ich dir dann, was ich bis dahin alles explizit dafür getan habe. Du wirst dich vermutlich wundern, wie wenig bzw. unspektakulär das Ganze vonstatten ging und geht, denn bei mir soll es alltagstauglich, langsam aber dafür stetig Bergab gehen.

 

 

Über eine ausreichende Kalorienzufuhr freue ich mich allerdings bei Twitter und Facebook 🙂

2 Gedanken zu “Der Speck darf weg

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