Das Outing der Musiktante

Es ist November, um genau zu sein der Start mit dem ersten diesen Monats, ein Neubeginn.

Normalerweise ergaben sich bei mir solcherlei Neuanfänge im Dezember, doch die Entscheidung fiel eigentlich noch viel früher, im Oktober nämlich.

Und wenn man es genau nimmt ist es auch wieder kein wirklicher Neubeginn, sondern eher ein wiederaufstehen einer lang verborgenen, Jahrzehnte lang verdrängten Leidenschaft.

Was sich hier eher wie ein „um den heißen Brei“ Gerede sowie scheinbares Übertriebenes Gefasel anhört ist in wahrheit meine Angst, mir selbst zu begegnen bzw. meiner wahren Leidenschaft.

Doch auch wenn mir das Zugeben dieser Angst, so in der Öffentlichkeit, peinlich ist, ist diese aber wichtig für den weiteren Verlauf dieser neuen Seite und Meinerseits.

Denn genau darum geht es. Genau deshalb suche ich auf diesem Wege nach Gleichgesinnten, die aus verschiedensten Gründen ihre Musik einst an den Nagel hängten „mussten“ aber gerne, so wie ich, wieder zu ihr zurückfinden möchten.
Dieses Wörtchen „mussten“ setzte ich ganz bewusst in Anführungszeichen. Denn Müssen tun wir eigentlich gar nichts, doch glauben wir viel zu oft dass wir keine andere Wahl hatten, weil wir die Möglichkeit entweder scheinbar nicht hatten oder sie einfach nicht sahen. Versteckt in dem Mantel von Arbeit, Familie und was weiß der Geier noch alles.

 

Bei mir war es zumindest so.

Von Kleinauf spielte die Musik bei mir eine große Rolle. Angefangen vom herumhännern auf irgendwelchen Gegenständen die Klänge erzeugten als Kleinkind, später mit Besenstiel singend im Wohnzimmer und so weiter, und sofort.

Bis dann der Tag kam an welchem ich meine Familie zumindest Werktags verlassen musste. Ein herber Schlag für uns alle, aber leider nicht unumhänglich.
Auch hier hat mir die Musik wahnsinnig geholfen. Denn ich musste aus gesundheitlichen Gründen in ein Internat, das mir alles andere als gefiel, einzig die Möglichkeiten welche mir dort musikalisch geboten wurden, halfen mir über Heimweh und das verarbeiten der Situation etwas hinweg.

Zugegebenermaßen hätte ich, wäre ich weiterhin zu Hause geblieben viele musische Möglichkeiten überhaupt nicht wahrnehmen und kennenlernen können.
Da wäre Beispielsweise das Klavierspielen, welches ich im Alter von 10 Jahren lernte, oder gar das spielen einer Blockflöte und dem einhergehenden Notenlesen.
Etwas später folgten dann Chor, Gitarre, Schulband zunächst als Bassistin dann als Sängerin. Mit 13 oder 14 durfte ich dann mit meinen beiden damaligen besten Kumpels die Organisation und Durchführung der monatlichen Discoveranstaltungen der Schule übernehmen.

In der zwischenzeit existierte bereits mein eigenes Projekt, welches ich meistens mit 2 bis 3 wechselnden Mitgliedern bis zum Abgang meiner Schulzeit durchzog. Hier lag neben dem Gesang, der organisation für Autritte und Kostüme auch das Choreographieren mit in meiner Hand. Mein damaliges Vorbild in Sachen Show war der Schweizer DJ Bobo. Natürlich reichten unsere Kenntnisse beiweitem nicht an die des Künstlers heran, aber wir gaben dennoch alle immer unser bestes, mal mit mehr mal mit weniger Erfolg (je nach dem wie man eben Erfolg definiert).

 

Wieder zu Hause angekommen begann der sogenannte „Ernst des Lebens“

und all meine vorherigen Mglichkeiten waren fast total zunichte gegangen. Es gab keine Festhalle für Veranstaltungen mehr, keine Kumpels die am gleichen Strang zogen, keine Auftrittsmöglichkeiten mehr. Mein eigenes Heim ist mir innerhalb 8 Jahren trotz Wochenend- und Ferienaufenthalten mehr als Fremd geworden. Ich musste komplett bei Null anfang und dies war alles andere als einfach.

Zwar schaffte ich es dank einer Gruppe in meinem damaligen Fitnesscenter in eine Aerobic-Showtanzgruppe, doch nach ein paar wenigen Auftritten und einem Interview des einstigen Radio7-Oldiesenders war nach einem guten halben Jahr dort Schluss für mich.

Mein Glück versuchte ich zwar weiter, doch fand ich niemanden mehr der mithalten konnte und auch der Druck in meinem Erwachsenenleben nahm zu. Ich musste schlicht ans Geld verdienen denken, Ausbildungen absolvieren, so dass man eben irgendwann in einer Art Sicherheit leben konntew.

Doch alles schien vergebens, mit den Jobs und Ausbildungen war es immer so eine Sache und meist mit Problemen behaftet, so dass ich mir die Musik mehr als verkniff. Stattdessen fand man micht teilweise bis zu 24 Stunden am Stück für gute 15 Jahre immer irgendwie auf Achse beim Arbeiten und letztendlich (salopp ausgedrückt) in der Klapse durch Burn Out und Depressionen wieder.

Doch ich bin ein Stehaufmädchen und so reichte ein 5-Wöchiger Aufenthalt mit Musik auf dem Rezept der Oberärztin aus, um wieder in die Freiheit zu dürfen.

 

Kein Witz,

mir wurde in der Tat aufgetragen mich überall und zu jeder Zeit mit Musik zu versorgen, damit ich mein Lächeln wieder fand bzw. behielt und noch steigern konnte. Obwohl ich nicht viel erzählen musste war für die Ärzte dort klar, dass diese kreative Leidenschaft zu mir gehört. Mir wurde sogar nahe gelegt selbst auch draußen mich mit Kopfhörern ständig zu bedudeln.
Dem wäre ich sicher gerne nachgekommen, doch wenn schon meine Augen nicht ganz mitmachen, muss ich dafür sorgen, dass dafür meine Ohren frei von jeglichen Geräuschen sind.

Aber die ganze Sache schmeichelte mir dennoch und war somit für mich der Startschuss wieder an meiner Leidenschaft zu arbeiteen.

Gesundheitlich hatte ich noch einige Monate genug zu tun, doch ich vergas mein Vorhaben nicht mehr. Und auch wenn ich noch etwas herumeiere, verdrängen ist einfach, aber sich wieder zu trauen, das zu tun was man wirklich will ist Sauschwer, um es auf gut Deutsch einmal zu sagen.

Mir geht es daher bei der Musiktante darum, auch dich aufzuwecken, lass uns gemeinsam wieder das tun wofür wir wirklich Freude und Spaß empfinden.
Lass uns unsere Ängste, Wünsche, Fragen und was es da sonst noch so alles gibt genauer anschauen und uns gegenseitig Mut machen.

 

Außerdem kann die Musik so viel mehr als sie nur zu spielen oder zu hören. Man kann sie wirlich leben, auch ohne riesen Bühne vor tausenden von Leuten.

Von daher wirst du auch in Zukunft immer mal wieder Alltagstaugliche Musikeinlagen von mir bekommen, oder gar selbst vorschlagen?

Vergeblich wirst du hier jedoch nach irgendwelchen Starnews oder sonstigen Klatsch aus der Presse finden. Alles hat immer seinen Sinn und diesen werde ich dann auch hervorheben, das verspreche ich.

Wer also eher das Neueste vom Neuesten sucht darf wieder gehen.

Hier wird alles selbstgemacht und mit tiefgang behandelt.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich selbst noch keinen gnauen Fahrplan habe, aber genau das als gut empfinde. Denn alles andere wäre nicht ehrlich, echt und authentisch.

Hiermit lade ich dich, mit diesem ersten Artikel ganz herzlich ein, mit mir eine Art Wiederauferstehung zu erleben, ob du nur zusehen, mitmachen oder gar selbst deine Auferstehung gleich mit in Angriff nehmen möchtest, es wird definitiv bunt.

Wir werden es sehen und auch ich werde mich überraschen lassen, bis dahin bekommen all meine Ideen eine Chance sich zu zeigen.

Also denne

Let’s Rock & Be Cool

deine Nadine

 

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen