Das Blogoversum

Es gibt ein Universum, aber wusstest du auch, dass es ein Blogoversum gibt?
Falls nicht, dann existiert es eben seit jetzt, basta!
Denn einmal ernsthaft im Hirn niedergedacht, nimmt das Blogoversum ohne Umschweife und ohne überhaupt nachzufragen seinen eigenen Platz ein.

Ältere Artikel schreien: „Nimm mich mit, nimm mich mit auf ein besseres System. Lass das Vergangene links liegen und schaffe dir Platz.“

Doch plötzlich mischt sich auch noch Google mit ein: „Pass aber auf, dass ich dich nicht erwische, denn sehe ich etwas doppelt (und das tut es auch ohne hochprozentigem Alkohol), dann wirst du rausgeschmissen und keiner wird dich je finden können.“

Mein verstaubtes Hirn hingegen zieht dem Suchmaschinenprotzer schnell die Luft ab: „Du Depp, ich schreibe schließlich nicht für dich, sondern für alle anderen, derer meine Themen interessieren. Also mach mal halblang und halte den Ball flach. Was nutzt mir ein Blogsystem, welches mir nicht wirklich dienlich ist und mir nur die Möglichkeit bleibt eben an die 130 Posts per Hand in das neue bessere rüberzuschleusen. Und glaube mir, bislang hast du mich diesbezüglich nur gelobt. Mal davon abgesehen, dass ich mir die Suppe selbst eingebrockt habe und nun durch die zähen Mechanismen von markieren, kopieren, einfügen, bearbeiten eh schon genug gestraft bin.“

Ganz klein und ziemlich versteckt melden sich zu allem Übel auch noch Artikelsätze wie:

  • Wenn der Bock seine Hörner zeigt
  • Die Sau spricht
  • Wie Du Himpelchen und Pimpelchen wieder zusammen bringst
  • usw

Der Verstand schiebt ein Stoppschild dazwischen: „Halt, langsam! Zuerst muss das Begonnene zu Ende gebracht werden. Lasse dich nicht beirren und schweife vor allem nicht ständig ab. Außerdem warten noch Briefe auf dich, welche bearbeitet werden wollen und deine Wohnung möchte auch weiterhin sauber gehalten werden. Aber übernimm zuallererst doch deine ganzen Artikel.“

Das Hirn, in welchem auch der Verstand und die Sätze vergraben sind, weiß gar nicht mehr wo lang es nun gehen soll. Ein bisschen von hier, ein bisschen von da, trudelt es so vor sich hin.
„Au Backe! Da, ja da, da habe ich was gesehen, dass muss ich jetzt genauer lesen, will wissen wie das andere machen. Und, ja und da sind ja noch die Backgroundarbeiten wie Texte übersetzen, anpassen, das Design verschönern, schauen das alles reibungslos funktioniert und deine Leser auch wissen wo sie was finden. Schau doch mal wie es die Profis machen, wie die erfolgreich wurden.“

Tja,  fehlt eigentlich nur noch eines und das ist das Herz, was sich spätestens jetzt zu erkennen gibt. Entgegen aller Erwartung schreit es nach dem letzten Satz des Hirns ganz laut: „Scheiß auf die Anderen, zieh dein eigenes Ding durch. Auch diese haben einst klein angefangen und wurden sicherlich nicht über Nacht zum Erfolgsmagneten.“
Nun wird es wieder etwas leiser und spricht mit sanfter Stimme: „Du hast es nicht nötig dich mit anderen zu vergleichen. Zeige deine Wahrhaftigkeit und Authentizität, denn diese beiden Werkzeuge gehen sehr gerne bei den scheinbaren großen verloren. Du bist mindestens genauso gut und wirst irgendwann aus deiner Schäfchenherde mindestens einen Acker mit weiteren bewirtschaften können. Lass dir Zeit und hetze nicht. Ratschläge holen ist wunderbar, aber achte darauf, dass nicht alle Tipps für dich bestimmt sein können. Sei Du, bleibe Du, jetzt und immer.“

Mein Hirn scheint etwas verwirrt und glaubt sich in einer Kirche verlaufen zu haben. „Hä…. Du hast ja recht, aber wieso redest du so geschwollen auf einmal mit mir? Ich gebe es ja zu, dass du recht hast, aber dem Kloster habe ich schon seid meiner Schulzeit abgeschworen. Würde sich das Ganze nicht so gut und richtig anfühlen, dann würde ich dich jetzt in die Ecke pfeffern.“

Schelmisch lacht das Herz: „Ha, ha, ich weiß, ich nutze eine gute Taktik, schließlich nennt man mich nicht umsonst das Herz. Ich bringe dir Gefühle mit, denn nur so kapierst du überhaupt was Sache ist in diesem Blogoversum.“

Alle quatschen inzwischen durcheinander, der Kopf brummt inzwischen, spätestens dann meldet sich auch noch der Körper zu Wort: „Hey, bleibt mal alle Cool! Vor lauter Aufregung springe ich auf und ab, machen zwischendurch Sport, um von euch einmal in Ruhe gelassen zu werden. Dabei sollte ich eigentlich einige Dinge geklärt bekommen. Schließlich will ich in Bewegung bleiben, liebäugle sogar mit einer Mitgliedschaft in einem Studio, damit mein Kumpel, der Rücken, nicht ganz zusammenbricht. Außerdem soll es demnächst noch auf die große Rutsch gehen und für November ist schließlich auch schon etwas geplant, dass ich irgendwie noch stemmen und organisieren muss. Dabei brauche ich euch alle. Doch wenn ihr nur quatscht, kommen wir alle nicht dort an, wohin wir eigentlich wollen. Also schön locker durch die Hose (oder den Rock) atmen.”

An dieser Stelle wäre es wohl gut Schluss zu machen, bevor sich noch wer mit einklinkt und das Chaos gar nicht mehr aufzuhalten ist 🙂

In jedem Fall ist das Blogoversum trotz seiner Steinchen im Weg eine aufregende Sache. Denn der Fantasie sind dort keine Grenzen gesetzt. Wir Blogger dürfen so sein, wie wir nun mal sind und somit bekommt das Herz einen Treppchenplatz ganz oben, mit der Hoffnung, dass es Dir da draußen mindestens genauso geht wie meinem.

 

PS: Das Blogoversum zieht auch auf Facebook seine Bahnen!

1 Gedanke zu “Das Blogoversum

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